Innovation entsteht über Köpfe

Egal, ob internationale Kooperationen im Bereich Bildung, Forschung und Innovation unter dem Schirm von gemeinsamen Organisationen, Institutionen, Infrastrukturen oder Programmen laufen, es sind schlussendlich immer Individuen, schlaue Köpfe, die den Gang der Dinge bestimmen und Fortschritte möglich machen.

05.06.2023
Autor/in: Martina Hirayama
Martina Hirayama Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation
Martina Hirayama ist seit 1. Januar 2019 Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation. Bild: Monique Wittwer

Vor diesem Hintergrund ist Swissnex ein wichtiges Förderinstrument mit bald 25-jähriger Erfahrung und grossem Potential für die Zukunft. Vom SBFI in enger Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten betrieben, umfasst das Netzwerk zurzeit weltweit sechs Swissnex-Standorte sowie gut 20 Wissenschaftsrätinnen und -räte an Schweizer Botschaften. Seine Mission besteht darin, interessierte BFI-Akteure aus der Schweiz bei ihrer internationalen Vernetzung und ihrem Engagement im Austausch von Wissen und Ideen sowie bei der Sensibilisierung für Trends zu unterstützen, die sich an Forschungs- und Innovations-standorten rund um den Globus abzeichnen. Swissnex unterstützt dabei nicht zuletzt auch Schweizer Start-ups oder junge Forschende beim Zugang zu internationalen Märkten und Partnerschaften.

Wie sehr die Expertise des Swissnex Netzwerks von den BFI-Akteuren geschätzt und genutzt wird, zeigt der Ende April erschienene Jahresbericht 2022: In Zusammenarbeit mit rund 145 Schweizer Organisationen und internationalen Partnern betreute Swissnex im vergangenen Jahr mehr als 270 Events und Aktivitäten, viele davon auch mit Blick auf Start-ups und Spin-offs.

Und in welchen gesellschaftlich relevanten Forschungs-, Innovations- und Geschäftsfeldern junge Schweizer Unternehmen an die Spitze drängen wollen und das hoffentlich auch schaffen, war Ende Mai am SwissnexDay 2023 in Lugano zu erleben und erfahren. «Pushing the Boundaries in Health Innovation!» lautet das Motto der Veranstaltung, in deren Rahmen sich ein Dutzend Schweizer Start-ups einem interessierten Publikum mit innovativen Produkten und Dienstleistungen präsentierten.

Ein kostengünstiges, einfach zu handhabendes Beatmungsgerät für Erstversorgung und Transport von Patienten, das seinen Einsatz gerade auch in ärmeren Ländern dieser Welt finden kann; eine «Brille», die blinde oder sehbehinderte Menschen mittels Sensortechnologie auf Hindernissen auf ihrem Weg aufmerksam macht und vor drohenden Kollisionen warnt; ein neuartiger, auf künstlicher Intelligenz basierender, manuell oder vollständig automatisiert gesteuerter Rollstuhl, der ein Höchstmass an Manövrierfähigkeit erlaubt. Das sind bloss drei Beispiele dafür, wie innovativ der Denk- und Werkplatz Schweiz ist. Nicht nur, aber eben durchaus auch dank des Swissnex Netzwerks, das schlaue Köpfe aus aller Welt zusammenbringt.