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Digitalisierung in Bildung, Forschung und Innovation

In der Schweizer Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik gibt es Themen und Herausforderungen, die über alle Bereiche hinweg von grosser Bedeutung sind. Eines dieser Themen ist die Digitalisierung. Ein kurzer Einblick in einige Aktivitäten der BFI-Akteure.

06.06.2024
Autor/in: Larissa Erdmann
Eine Frau zeigt etwas auf einem Bildschirm mit der Karte einer Smart City.
Künstliche Intelligenz wird vielfältig eingesetzt, von Chatbots und Übersetzungsprogrammen bis hin zu «Smart Cities». Bild: ETH Zürich (Future Cities Lab) / Carlina Teteris

Die Digitalisierung bringt erhebliche Veränderungen in der Gesellschaft mit sich, und damit ebenso viele Chancen wie Herausforderungen. Es braucht insbesondere die Kompetenzen in Bildung und Forschung, um die Herausforderungen zu bewältigen und die Chancen zu nutzen. Die Schweiz ist mit ihrem durchlässigen Bildungssystem, ihrer produktiven Wirtschaft und ihrer gut funktionierenden Innovationslandschaft in einer guten Ausgangslage, um den Veränderungen erfolgreich anzugehen. Sämtliche BFI-Akteure setzen einen Schwerpunkt auf die digitale Transformation und setzen zahlreiche Initiativen und Massnahmen um, die der Bund direkt und indirekt unterstützt. Dieser Beitrag zeigt einige der Aktivitäten auf.

Beispiele für Aktivitäten im Bereich Forschung und Innovation:

Innosuisse - «Smart Hospital», «Blockchain Nation Switzerland», «Robotics»

Innosuisse, die Schweizer Agentur für Innovationsförderung, unterstützt Förderinitiativen zu heute oder in Zukunft relevanten Themen wie digitale Technologien im Gesundheitswesen, Blockchain oder Robotik.

Ein Arzt und eine Krankenschwester stehen vor einem Sensor in einem Patientenzimmer.
Im von Innosuisse unterstützten Projekt DIANA werden KI-gestützte Sensoren in der Geriatrie eingesetzt. Mit dem «Digital Intelligent Assistant for Nursing Applications» (DIANA) werden Pflegende entlastet und die Autonomie älterer Menschen erhalten. Bild: Innosuisse

Beispiele für Aktivitäten im Bereich Hochschulen:

ETH: Cybersecurity und KI

Das ETH AI Center ist ein bekannter Name für Forschung und Innovation im Bereich KI. In einer zunehmend digitalen Welt verlagert sich auch das Thema Sicherheit ins Netz. Die ETH Zürich und die EPF Lausanne betreiben gemeinsam ein Forschungs- und Supportzentrum für Cyber-Sicherheit und bieten den Masterstudiengang Cybersecurity an.

Eine Frau mit einer Maske des Gesichts einer anderen Person und eine Frau ohne Maske sitzen vor einem Greenscreen. Ein Mann im Hintergrund bedient die technischen Geräte.
Künstliche Intelligenz kommt zum Beispiel bei Gesichtserkennungstechnologien zum Einsatz. Bild: Oliver Oettli

swissuniversities

Mit dem Programm ‘Stärkung von Digital Skills in der Lehre’ werden in der Förderperiode 2021-2024 Projekte der Hochschulen im Bereich der Lehre unterstützt. Der Fokus liegt auf den digitalen Kompetenzen. Auch in der Förderperiode 2025-2028 werden voraussichtlich Projekte zum «Open Education and Digital Competencies» unterstützt. 

Beispiele für Aktivitäten im Bereich Berufsbildung:

D-VET Hub

Der Digital Vocation, Education and Training Hub (D-VET) an der ETH Lausanne (EPFL) widmet sich der Forschung zur Digitalisierung der Berufsbildung. Neuartige Modelle und Algorithmen wie zum Beispiel maschinelles Lernen ermöglichen hochgradig individualisierte Lernwerkzeuge. Das Projekt wird vom SBFI finanziert und transferiert die Ergebnisse der Forschung an die Akteure der Berufsbildung.

Ein Lernender zeigt einer Lernenden etwas auf einem grossen Bildschirm mit Code.

Beispiele für Aktivitäten im Bereich Weiterbildung:

Einfach besser! … am Arbeitsplatz

Das Programm "Einfach besser! …am Arbeitsplatz" bietet Unterstützung für Arbeitgeber, die ihre Mitarbeitenden beim ersten Schritt in die digitale Welt schulen. Der Bund und die Kantone unterstützen mit "Einfach besser! ... am Arbeitsplatz" Unternehmen, die die Grundkompetenzen am Arbeitsplatz fördern: Lesen, Schreiben, Rechnen, Computer-Skills und Sprache.

Eine Frau sitzt vor einem Laptop in einem Unterrichtsraum.
Im Bereich der Weiterbildung gibt es viele Angebote zur Verbesserung der digitalen Kompetenzen. Bild: Monique Wittwer

Diese Auflistung ist nicht abschliessend. Mehr Informationen zu den Aktivitäten zur Digitalisierung im BFI-Bereich finden sich in dieser Übersicht (PDF).

Transversale Themen

Am 8. März 2024 hat der Bundesrat die BFI-Botschaft 2025–2028 ans Parlament überwiesen. Das Ziel seiner BFI-Politik ist, dass die Schweiz in Bildung, Forschung und Innovation international führend bleibt. Dafür plant der Bundesrat Investitionen im Umfang von maximal 29,2 Milliarden Franken. Einige Themen sind dabei über alle Förderbereiche hinweg relevant. Diese vier Querschnittsthemen, die sogenannten transversalen Themen, werden übergeordnet berücksichtigt: 

  • Digitalisierung
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Chancengerechtigkeit
  • Nationale und internationale Zusammenarbeit

Zwischen den vier Themen kann es Wechselwirkungen und Überschneidungen geben. Zum Beispiel fördert die Digitalisierung innovative Entwicklungen in der Effizienzsteigerung – die Digitalisierung wiederum muss nachhaltig für Umwelt, Gesellschaft und Demokratie gestaltet werden. 


Kontakt
Christian Busch, SBFI Stellvertretender Leiter Ressort Innovation christian.busch@sbfi.admin.ch +41 58 466 79 33
Autor/in
Larissa Erdmann