Internationale Mobilität als Investition in die Zukunft

Die Förderung der internationalen Mobilität ist ein zentraler Bestandteil der Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik der Schweiz. Wie internationale Bildungsmobilität den persönlichen Erfahrungshorizont erweitern kann, zeigt dieser Erfahrungsbericht.

23.04.2026
Autor/in: Zoé Kopitopoulos
Eine Ansammlung von Menschen in einem grossen Eingangsbereich.
Movetia-Konferenz 2026: Über 40’000 Mobilitätsaufenthalte zeigen die wachsende Bedeutung von Austauschprogrammen für die persönliche Entwicklung und die Stärkung von Institutionen und Unternehmen in der Schweiz. Bild: SBFI

Von Genf über Madrid bis nach Paris: Meine persönliche Mobilitätserfahrung war nicht nur akademisch, sondern auch persönlich eine grosse Bereicherung. Als Praktikantin beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) weiss ich dieses Privileg heute noch stärker zu schätzen und betrachte die Bedeutung von Mobilität mit neuen Augen.

Das Reisefieber packte mich, als ich ehemalige Studierende traf, die von ihren Auslandserfahrungen erzählten. Als Studentin der Internationalen Beziehungen an der Universität Genf stand mir die Welt offen, und ich entschied mich, meinen Bachelor in Madrid abzuschliessen.

Es war ein Sprung ins kalte Wasser: Ich musste eine Wohnung finden, ohne wirklich Spanisch zu sprechen ‒ nur mit Händen und Füssen und meinen Kenntnissen aus dem Sprachkurs. Die Immersion war intensiv, aber sie hat mich anpassungsfähiger gemacht. Während mein Spanischniveau aus der Zeit nach der Matura die Bewährungsprobe in der Praxis bestanden hat, habe ich in Madrid völlig andere Arbeitsmethoden kennengelernt. Die Zusammenarbeit mit Studierenden aus der ganzen Welt an Projekten war eine wertvolle Lektion in gelebter Diplomatie. Und natürlich entstanden auch zahlreiche Freundschaften – oft bei Patatas bravas und Tinto de verano.

Dieser erste Aufenthalt hat mir so gut gefallen, dass ich das Abenteuer wiederholen wollte und während meines Masters am IDHEAP an der Universität von Paris 1 Panthéon-Sorbonne studierte. Man könnte meinen, dass es jenseits der französischen Grenze nicht viel anders ist als hierzulande, aber die administrativen Feinheiten haben mich rasch eines Besseren belehrt. Die Hauptstadt Frankreichs ist wie ein summender Bienenstock, in dem sich Lernen nicht auf den Hörsaal beschränkt, sondern bei Konferenzen und hitzigen Debatten auf Restaurantterrassen weitergeht.

«Die Zusammenarbeit mit Studierenden aus der ganzen Welt an Projekten war eine wertvolle Lektion in gelebter Diplomatie.»

Zoé Kopitopoulos, Hochschulpraktikantin beim SBFI

Im Rahmen meines Praktikums beim SBFI hatte ich Gelegenheit, an der Movetia-Konferenz 2026 ‒ Erasmus+ in der Schweiz teilzunehmen, die am 16. und 17. März stattfand. Diese Teilnahme bestätigte meinen persönlichen Eindruck: Mobilität ist eine strategisch bedeutende Investition ‒ das zeigen auch die mehr als 40’000 nationalen und internationalen Mobilitätsaufenthalte, die 2025 von Movetia unterstützt wurden. So tragen Austauschprogramme nicht nur zur Veränderung individueller Lebenswege bei, sondern stärken auch nachhaltig Schweizer Institutionen und Unternehmen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Mobilität wirklich einen Unterschied machen kann, indem sie den akademischen und beruflichen Werdegang bereichert und den Horizont erweitert. Ich würde daher jedem empfehlen, mit Eigeninitiative oder Unterstützung von Movetia einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen, um Neues zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln. Denn oft lernt man am meisten, wenn man die eigene Komfortzone verlässt. 


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Zoé Kopitopoulos, SBFI Hochschulpraktikantin zoe.kopitopoulos@sbfi.admin.ch +41 58 460 34 98
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